Sportrix Anita Portrait
Anita Birklbauer
18.06.2026

Training als Therapie - so geht's!

Viele wissen gar nicht, wie leicht sie Trainingstherapie in Anspruch nehmen könn-t-en. Leicht ja, doch warum schickt ein Arzt / eine Ärztin eigentlich wen zu mir zur Therapie?

Trainingstherapie ist eine therapeutische Maßnahme, die von jedem in Form einer Therapie in Anspruch genommen werden kann.

  • Trainingstherapie nutzt die Polypille Bewegung und Training, um Menschen mit chronischen Erkrankungen, nach Verletzungen oder Operationen zu unterstützen
  • Trainingstherapie setzt eine Überweisung von deinem Arzt / deiner Ärztin zur Trainingstherapie voraus.
  • Bewegung gilt heute als wichtiger Bestandteil fast alle Therapiekonzepte und internationaler Guidelines.
  • Trainingstherapeut:innen arbeiten evidenzbasiert und orientieren sich an medizinischen Befunden.
  • Ziel ist die sichere Rückkehr in Alltag, Beruf, Sport und langfristige Selbstständigkeit.
  • Trainingstherapie ist kein leistungssportlichen Training, sondern Bewegung und Training im therapeutischen Setting.

Medikament Sport = Trainingstherapie

Ich habe einen Hausarzt gefragt, warum er Patientinnen und Patienten an mich überweist. Er hat in der Nähe meiner Praxis eine Ordination und arbeitet seit einiger Zeit mit mir zusammen, insbesondere bei Menschen, bei denen Bewegung, Ernährung und auch teilweise eine psychologische Unterstützung Hand in Hand gehen müssen – nicht als einzelne Maßnahmen, sondern als ganzheitlicher therapeutischer Ansatz. Das Medikament Sport in der Form der Trainingstherapie ist sein

Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten zeigt sich ein deutlicher Vorteil in den Behandlungsergebnissen, wenn Bewegungstherapie, vielleicht dann sogar noch mit einer guten Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung kombiniert werden.

Dazu zählen Menschen, die Hilfe bei der Genesung und Rehabilitation nach Verletzungen oder einem Ereignis benötigen, ebenso wie Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologischen Einschränkungen oder psychischen Belastungen. Bei vielen gesundheitlichen Problemen sind Bewegung, Ernährung und Gewichtsmanagement entscheidende Faktoren für mehr Gesundheit und Lebensqualität.

Besonders wertvoll dabei ist, dass du eine vertrauensvolle Beziehung zu den Patientinnen und Patienten aufbaust und sie kontinuierlich begleitest, motivierst und unterstützt. Gerade Menschen, die Veränderungen ihres Lebensstils zunächst skeptisch gegenüberstehen oder Schwierigkeiten haben, diese umzusetzen, profitieren von dieser persönlichen Betreuung.

Ein Hausarzt kann seinen Patientinnen und Patienten empfehlen, sich mehr zu bewegen. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch oft darin, Menschen langfristig zu motivieren und sie bei der Umsetzung zu begleiten. Genau hier setzt die Arbeit einer Trainingstherapeutin an.

Kommunikation und Interaktion

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die laufende Kommunikation mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Deshalb informiere ich sie regelmäßig über die Fortschritte unserer gemeinsamen Patientinnen und Patienten und halte den Austausch mit den zuweisenden Stellen aktiv aufrecht.

Für ein noch vergleichsweise junges Berufsfeld ist diese Interaktion auch nicht unwichtig. Er macht die positiven Auswirkungen einer gezielten trainingstherapeutischen Betreuung sichtbar und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen, Ärzten und Therapeut:innen. Aus einer einzelnen Überweisung kann so eine langfristige und erfolgreiche Kooperation entstehen – etwas, das im oft hektischen Praxisalltag leicht zu kurz kommt.

Wenn eine Hausärztin, eine Hausarzt oder eine Fachärztin oder Facharzt Patientinnen und Patienten betreuen, die von einer individuell angeleiteten und therapeutisch begleiteten Bewegung profitieren könnten, freue ich mich über jeglichen Austausch und Kontaktaufnahme. Patient:innen interdisziplinär zu betreuen erspart uns allen unnötige Beratungswege und demotivierte Patient:innen. Und stärkt gleichzeitig den gemeinsamen Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden.

ich lebe meine Trainingstherapie mit Herz.(schwerpunkt)

Feedback zu meiner Trainingstherapie

Das Schönste daran ist immer noch, wenn die positiven und motivierenden Erzählungen und Rückmeldungen der Patient:innen eintrudeln, dass Bewegung und Training doch nicht so schlimm sind wie angenommen und bei den eh schon sportlichen, dass häufig die Angst vor der Belastung zumindest fast ganz verschwindet und das Vertrauen in den eigenen Körper wieder vorhanden ist.

FAQs zur Trainingstherapie

Was ist Trainingstherapie?

Trainingstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Therapieform, bei der gezielte körperliche Übungen eingesetzt werden, um Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern. Sie kommt sowohl in der Rehabilitation als auch bei chronischen Erkrankungen und in der Prävention zum Einsatz. Mehr dazu findest du in meinem eigenen Trainingstherapie-Blog.

Was macht ein Trainingstherapeut?

Ein:e Trainingstherapeut:in macht sich die therapeutische Wirkung von Bewegung und Training zu nutze. Anhand der Anamnese und ärztlichen Diagnosen wird ein individuelles Training erstellt, kontinuierlich adaptiert und optimalerweise gesteigert. Ziel ist, das Wiederauftreten von Ereignissen zu vermeiden, die chronische Situation bestmöglich zu unterstützen und Bewegung und Training als vielseitiges Therapietool einzusetzen.

Wer sind Trainingstherapeut:innen?

Trainingstherapeut:innen sind Sportwissenschafter:innen, die eine universitäte Ausbildung im Bereich Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Trainingstherapie absolviert haben.

Für wen ist Trainingstherapie geeignet?

Trainingstherapie eignet sich für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, orthopädischen Beschwerden, neurologischen Erkrankungen, Krebs- und Tumorerkrankungen sowie für Personen nach einer Rehabilitation oder mit dem Wunsch nach einem sicheren Wiedereinstieg in den Sport.

Brauche ich für die Trainingstherapie eine ärztliche Überweisung?

Eine ärztliche Zuweisung ist immer erforderlich (inkl. aller Diagnosen). Besonders bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder nach medizinischen Eingriffen bildet die ärztliche Abklärung die Grundlage für ein sicheres und individuell abgestimmtes Training.

Kann Training eine Therapie ersetzen?

Trainingstherapie ersetzt keine medikamentöse Therapie, sondern ergänzt und diese sinnvoll, unter bestimmten Voraussetzungen schaffen wir es sogar, sie zu reduzieren. Sie unterstützt den Therapieerfolg, verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit und hilft dabei, Beschwerden und Nebenwirkungen zu reduzieren sowie Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Warum gilt Bewegung als Medizin?

Regelmäßige Bewegung kann zahlreiche positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel, Muskulatur und Psyche haben. Deshalb wird körperliches Training heute in vielen medizinischen Leitlinien als wichtiger Bestandteil der Behandlung und Prävention empfohlen.

Wo finde ich Trainingstherapeutinnen?

Trainingstherapie im Raum Salzburg (Flachgau, Tennengau, Stadt Salzburg, Seengebiet) und angrenzendes Seengebiet in Oberösterreich (Mondsee, Salzkammergut) kannst du gerne bei mir in Anspruch nehmen. Ansonsten am Besten auf der Liste der Trainingstherapeut:innen nachsehen, ob wer in deiner Region verfügbar ist.

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