Du, warum ist es wichtig, auf meinen Körper zu hören?

Es ist leichter denn je, sich in den Daten und Aufzeichnungen der eigenen Trainings zu verlieren. Aber warum ist es wichtig, sich vor allem auch mit dem seinem größten Gut – dem eignen Körper – zu befassen?

Die Gesundheits- und Fitnessbranche ist besessen von eine Komplexität, gerade wenn es um Trainingstools geht, die uns alle möglichen Daten sofort und in Echtzeit auf unser Smartphone, unser Tablet oder unseren Laptop liefern. Manchmal sind diese Tools wirklich hilfreich – überlege nur mal, was ein Powermeter am Rad für die Radfahrer ermöglicht hat: endlich kann man nach Watt fahren und muss sich nicht nur noch auf die Herzfrequenz verlassen (wobei gerade die Herzfrequenz extrem aufschlussreich sein kann!). Aber es geht nicht nur um die Powermeter, die digitalen Trainingstools haben unser Training regelrecht einvernommen – und es hat die Wahrnehmung unseres Körpers entscheidend beeinflusst und verändert.

Jedoch ist es schier unmöglich, deinen Körper für Training und Wettkampf vorzubereiten, wenn du nur an deiner Smartwatch oder deinem Radcomputer hängst. Sportler haben schnell den Hang zu mehr Technik und mehr Elektronik. Aufgrund der perfekten Marketing-Strategie viele Anbieter glauben sie dann, dass sie durch diverses Equipment schneller werden. Was bei vielen dadurch passiert ist, dass nur die Daten zählen, Rekord hier oder da ist wichtiger, als einfach mal eine wesentliche Ausdauer als Grundlage zu entwickeln.

Das Equipment soll nicht dein Training vorgeben. Vielmehr soll es dich dabei unterstützen, aber nicht als Motor, sondern als Überprüfung.

Entscheidenden Daten oder einfach nur Zahlen?

Bevor man sich über Training und Trainingsplanung wirklich Gedanken macht, steht auf alle Fälle eine Analyse der aktuellen Leistung ganz oben am Plan. Eine Leistungsdiagnostik für deine Kennwerte. Die aktuellen Trainingsbereiche, Wattzonen etc. ermöglichen dann, die gezielten Trainings entsprechend um zusetzen. Denn gerade bei Kennwerten wie Trainingszonen, FTP Werte, Wattwerte oder Geschwindigkeit an der ventilatorische Schwellen etc., unterstützen dich die elekronischen Tools. Jedoch ist die Elektronik auch nicht übermenschlich, da Faktoren wie Stress, Schlaf, Erholung über Formeln definiert werden und somit nicht personenspezifisch eruiert werden. Viel besser ist es, mit dem eigenen Körper auf Du und Du zu kommen.

Trainingsplan erstellt, dann geht es ans Training.

Hast du das Training absolviert, dann werden die Daten oftmals direkt in diverse Programme hochgeladen, um zu sehen, was das für dich heute bedeutet hat. Entscheidend dafür ist aber, dass du das Training entsprechend umsetzt. Leicht ist easy, intensiv heißt auch wirklich intensiv – nur so machen Analysen, Daten hochladen und Daten bunkern Sinn. Ohne saubere Trainings kannst du Daten sammeln wieviel du willst – wenn das Training ohne echten Inhalt und Schwerpunkt ist, dann wird auch der Erfolg entsprechend bescheiden ausfallen.

Wenn du die Kombination vom eigenen (Körper)Gefühl und den Daten verstehen lernst, dann ist es nicht mehr das Daten jagen (chasing numbers) und dann besteht auch nicht die Gefahr, auszubrennen, ins Übertraining zu kommen oder sogar Verletzungen deswegen zu riskieren. Nur nach den Zahlen zu jagen, weil du an gewissen Tagen eine Schwelle nicht erreichst, dein Device das aber verlangt, kann dich nicht nur in die Demotivation hetzen, nein, es kann die emotional beeinträchtigen, dabei sollst du deinen Sport ja lieben.

Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht?

Anstelle von immer den Zahlen nachzujagen ist es viel besser, immer wieder mal zu den Grundlagen des Trainings zurückzukehren – hör in deinen Körper rein, er sagt dir oft mehr als du hören willst. Fordere dich selbst heraus, das Training intensiv zu gestalten, wenn es intensiv sein soll, es lockerer anzugehen, wenn mal Erholung oder ein Resttag am Programm steht. Sei mental und physisch dafür bereit, alle Facetten des Trainings zu akzeptieren. Nur so kommst du einen Schritt weiter. Denn diese Reise durch die unterschiedlichen Trainings ist es, die dir helfen, dein Ziel zu erreichen. Lass dich dabei von mir als deinem Coach unterstützen, denn ein Coach, eine Person ist viel effektiver, individueller und persönlicher als es das neueste Trainingstool oder Wearable jemals sein kann.