Genauso läuft das klassische Gespräch mit Hobby- und Breitensportlern ab.

Ich? Soll eine Leistungsdiagnostik machen? Dafür muss ich ja erst mal trainieren!

Und genau da liegt der Hund begraben! Ein Leistungstests unterstützt dich beim richtigen Training! Der Sinn ist nicht, für den Leistungstests oder ein gutes Abschneiden dabei zu trainieren, sondern ein Leistungstest hilft dir, dein Training richtig für dich zu strukturieren.

Jede/r Sportler*in verfügt heutzutage schon über Fitnesstracker oder Sportuhren. Unzählige Hersteller von Sportuhren und GPS-Devices wie Garmin, Polar, Suunto, Nike oder Apple bieten Lösungen zum Messen der Herzfrequenz an. Hinzu kommen noch Strecke, Höhenmeter, der Online-Vergleich mit zahlreichen Online-Usern etc. Trainings werden dann anhand der Software geshared, Herzfrequenz- und Trainingsvorgaben aus der Software für den kommenden Tag 1:1 übernommen.

Sind wir beim Training gleicher als sonst?

Aber sind wir wirklich alle gleich? Sind wir durch unsere Uhren gleicher als gleich? Wissen unsere Uhren (und die dahinterliegende Software-Portale), wie es um unsere Leistung UND unsere Erholung steht? Stimmen meine Trainingsdaten haargenau mit deinen Trainingsdaten überein? 

Die Software, dein automatisierter Coach

Weißt du, wie es um deine Herzfrequenz und deine Trainingszonen steht? Nein? Was aber nutzt dir die Angabe der Uhr zu deiner Herzfrequenz? Ist eine hohe Herzfrequenz schädlich? Oder ein niedriger Puls besonders gut? Deine Freundin hat laut Uhr dieselben Vorgaben, kommt damit aber viel besser zurecht? Bei dir ist bei einer gewissen Herzfrequenz schon Ende, da ist sie noch locker unterwegs? Eine Leistungsdiagnostik hilft dir genau da! Sie hilft dir, dein Training und deinen Körper besser zu verstehen und so die Belastung effektiv zu steuern. 

Ist eine Leistungsdiagnostik im Hobbysport wichtig?

Ganz einfach: Ja, weil die physiologischen Anpassungen, die Reaktionen auf das Training und Veränderungen eines Körpers ganz unterschiedlich sein können. Deine Trainingsanpassungen sind genauso individuell wie du als Person individuell bist – jeder hat auch bei der Trainingsanpassung seinen persönlicher Fingerabdruck. Pauschale Trainingsempfehlungen aus dem Internet, Software-generierte Trainingspläne, die für sämtliche Sportler anwendbar sind, sind aber alles – außer individuell. Denn selbst wenn deine Voraussetzungen und dein Trainingszustand fast identisch sind mit einer anderen Person, das Training ist immer individuell. Viel hängt auch von den zeitlichen Ressourcen des/der Einzelnen ab. Zusätzlich zu Beruf und Familie stecken manche intensive Trainingseinheiten besser weg, andere jedoch haben es lieber, Ausdauereinheiten mit niedriger Intensität einzubauen.

Aus diesem Grund wird eine Leistungsdiagnostik mittlerweile auch für Hobbysportler als Status-quo gesehen. Gerade Freizeit- und Hobbyleistungssportler profitieren von ihren individuellen Trainingsvorgaben. Dein Training soll ja Spaß machen, darf mal intensiv und mal easy sein – die Mischung macht’s. Individuell und doch gemeinsam, das soll das Ziel sein. Und so ist Sport kein Mord, sondern die perfekte Leidenschaft.

Bleibt nur noch die Frage: Laktattest oder doch gleich Spiroergometrie?