Bewegung und Sport sind ein bewährtes Medikament, erhöhte Blutdruckwerte zu senken. Entscheidend ist, die richtige Dosierung und die richtige Auswahl zu treffen. Zunächst kommt der schwierigste Teil: Geduld haben. Training zeigt seinen Nutzen beim Blutdruck, indem dieser direkt im Anschluss an das Training besser ist als vor dem Workout. Das ist leicht erklärbar! Nach einem stressigen Arbeitstag noch leicht angespannt und der Kopf noch halb im Job, so schlüpfen viele ins Sportgewand. Erst durch die Bewegung beginnt man, sich draußen an der frischen Luft zu entspannen. Jetzt zeigt auch der Blutdruck diese Entspannung. Warum dann Geduld? Der langfristig absenkender Effekt auf die Blutdruckwerte kommt erst nach ca. 2-3 Monaten zum Vorschein.

Den Blutdruck trainieren, aber wie?

Ausschlaggebend für den Trainingserfolg ist eine gezielte und individuell abgestimmte Belastungssteuerung. Bei einem Belastungstest, den ich mittels einer Leistungsdiagnostik oder gemeinsam mit der Herzpraxis bei einem sportmedizinischem Check-up durchführe, sieht man das Blutdruckverhalten unter Belastung und kann sodann perfekt die individuell richtige Trainingsbelastung wie z.B die fürs Training richtigen Pulswerte ableiten.

Ausdauertraining ja, Krafttraining nein?

Ausdauertraining wird immer noch als das klassische Training für Hypertonie (=Menschen, die an Bluthochdruck leiden) verkauft. Doch auch Krafttraining hat bei Hypertonikern durchaus seine Berechtigung.  Richtiges Krafttraining hat ebenfalls positive Auswirkungen auf das Blutdruckverhalten. Stellt sich nur die Frage, was hier mit richtigen Krafttraining gemeint ist? Wichtig ist, dass keine zu hohen Belastungen angesetzt werden. Exzessives Krafttraining würde widerum zu extremen Blutdruckspitzen führen, die aber gerade bei diesen Kunden vermieden werden sollen. D.h. Maximalkrafttraining und Krafttraining in Form der intramuskulären Koordination sind nicht die angestrebten Trainingsformen. Vielmehr macht ein Kraftausdauertraining, wo mehr Wiederholungen mit geringerem Widerstand ausgeführt werden, Sinn. 

Atmung nicht vergessen!

Widerstand her oder hin, der Atmung kommt noch ein wesentlicher Aspekt beim Krafttraining zu. Alleine durch die richtige Atmung kann der Blutdruck schon sehr gut unterstützt werden. Ausatmen bei Anstrengung – Einatmen bei Entspannung, die zwei wesentlichen Aspekte können viel bewirken. Und eine falsche Atmung führt unweigerlich dazu, dass der Blutdruck steigt, eine Pressatmung ist das non-plus-ultra, das bei körperlicher Betätigung vermieden werden sollte.

Also wie jetzt? Trainieren, aber wie?

Ohne Widerrede: Trainieren auf alle Fälle, ja! Trainieren, aber mit der richtigen Dosierung und der richtigen Motivation. Such dir die Bewgegungsform oder den Sport, der für dich passt. Nicht für deine Freundin, deinen besten Kumpel, deinen Partner. Suche dir deinen Sport! Und dann hol dir deine Trainingsbereiche, aber nicht aus dem Internet, sondern deine individuell getesteten Bereiche. hier greife ich dir gerne unter die Arme, helfe dir bei deinem Einstieg ins Blutdrucktraining, damit die Motivation für die Gesundheit hoch bleibt.