Du glaubst, du weißt alles über die maximale Herzfrequenz und warum sie wichtig ist? Denk nochmal nach!
Seit vielen Jahrzehnten verwenden Sportler ihre maximale Herzfrequenz, um die eignen Trainingszonen zu berechnen. Häufig hört man,  “220 minus Alter“ – und voilà jetzt einfach die Prozent-zonen berechnen und los geht das Training. Hm.., nicht wirklich! Diese Gleichung hat eine ziemlich große Standardabweichung und 1 von 3 Personen ist mehr als 12 Schläge von dem berechneten Wert entfernt. Auch die 208-(0.7 x Alter) oder 207-(07 x Alter) Formeln helfen nur bedingt weiter. Gerade bei über 40-jährigen wird die max. Herzfrequenz oft zu niedrig angesetzt.
Eigentlich ist keine dieser Gleichungen geeignet, um eine individuelle maximale Herzfrequenz herauszufinden. Die individuelle maximale Herzfrequenz ist vor allem von der Genetik abhängig, bei einigen schlägt das Herz schnell, andere haben eher ein etwas gemütlicheres Klopfen.
Aus demselben Paper, das die 220er-Formel empfiehlt, geht schon hervor, dass “die Herzfrequenz für eine (sub)maximale Leistung nicht eine einheitliche Veränderung in Bezug auf das Alter zeigt“.
nur ein Training mit erreichen der HF max ist effizient
Genauso sollte man drauf achten, dass auch dein Trainingsplan und diverse Thresholds nicht an einer bestimmten Prozentzahl der maximalen Herzfrequenz festgelegt werden. Personen, die anhand deiner maximalen Herzfrequenz sagen, ob du trainiert bist oder nicht, verstehen die maximale Herzfrequenz nicht. Sie gibt keinerlei Information darüber, ob du ein gut oder schlecht trainiert bist. Die maximale Herzfrequenz wird sich mit dem Alter ändern, aber den Fitnesszustand erfährst du nicht anhand deiner maximalen Herzfrequenz. Wenn sich deine maximale Herzfrequenz bei 203 befindet und dein Freund bei 189 am Ende ist, dann sagt es nur, dass ein Herz schneller schlägt als das andere und die Trainingsbereiche entsprechend individuell festgelegt werden müssen.
Willst du wissen, wie und in welchen Zonen du trainieren sollst? Das ist genau der Punkt, wo wir die unter die Arme greifen: eine Leistungsdiagnostik bietet hier die perfekte Abhilfe.